Friesen 2002
Mit der "Liberté" ins Wassersportparadies.
Wohlversorgt mit entsprechendem Kartenmaterial starteten wir bei Regen zum großen Törn. Die einzelnen Stationen bis Blokzijl (Provincie Overijssel/Niederlande)
1. Tag: MBC Speyer
2. Tag: WYC Wiesbaden (Schierstein)
3. Tag: WYC Rüdesheim
4. Tag: YC PIRAT Mondorf
5. Tag: MYC Wesel
6. Tag: JH Ijsselzicht in Veessen /Provinz Overijssel/NL
7. Tag: über Sluis bei Zwolle nach Blokzijl.
Blokzijl ist eine ehemalige Walfängerstadt und lag früher am Meer bzw. ehem. Zuiderzee. Heute ist die Ortschaft weit im Landesinneren .
8. Tag: Durch das fantastische Naturschutzgebiet der Kalenbergergracht zum JH "De Kluft" bei Ossenzijl. Wunderschöne Grundstücke rechts und links der Kalenbergergracht.
9. Tag: durch die 3-Wegsluis Linthorst-Homann(Provinz Grenze Overijssel/Friesland). Friesland, die Perle des Wassersportlandes Niederlande war erreicht.
Die Größe dieser Provinz (eine von 11 Provinzen der NL) beträgt 3250 km² und hat eine Küstenlänge von 325 km an der Nordsee bzw. am Ijsselmeer. Über 16.000 ha Wasserfläche verteilen sich auf über 6.000 ha Seen, hunderte von Kanälen und sonstigen Wasserverbindungen. Mehr als die Hälfte der Provincie/Provinsje Fryslân liegt unterm Meeresspiegel, Fryslân ist schon was besonderes: eigene Sprache neben dem niederländischen, eigene Nationalflagge (die Pompebledden=die 7 Blätter der Wasserrose entsprechend den 7 freien friesischen Seelanden des MA), sowie eine eigene Nationalhymne "It Fryske Folksliet".
Legenda der Abkürzungen: JH = Jachthafen, JP oder PL = Passantenhafen oder Passantensteiger/Liegeplätze, BB = bewegbare Brug/Brég/Brücke (k =kostenlos/Geb.=Gebühr in Euro), SL = Sluis/Schleuse (k bzw. G) , T = Tankstelle, CH = Charterfirma , BW = Bootswerften, wichtigstes Schallsignal für BB oder SL außer jew. Marifonkanal(Funk) = ---- . ---- für unverzüglich öffnen.
Nach SL an der Provinsjegrens durch 2 x BB (k) nach Echternerbrug(BB=1,40 Euro) 3x JH, 3 x T, PL beidseitig, 2 x CH, 2 x BW, weiter über Tjeukemeer-Follega (BB -k-) Prinses Margrietkanaal nach Sneek. Sneek ist die zweitgrößte Stadt (ca 30.000E) 6 x JH, P+PL,5x T, 5xCH,3xBW und ein Wassersportzentrum sondergleichen, bekannt auch durch die Sneekerwoche mit dem berühmten "Skutsjesilen" (Segelwettbewerbe mit alten Plattbodenfrachtschiffen/Besatzung=14Mann)
10. Tag: Liegetag in Sneek mit Fahrradtouren in die Umgebung bzw.die versch.Häfen besichtigt.
11. Tag: über Irnsum/Jirnsum (4xJH,2xPJ/PL,2xT, 3xBW, 6 x CH)nach Grou/Grouw. Grou ist ebenfalls als exellentes Wassersportzentrum bekannt. Das kleine Örtchen hat (6xJH, 4xPJ/PL,3xT,4xCH, 2xBW) sowie ringsum jede Menge kostenlose Liegeplätze der "Marrekrite" incl. Müllabfuhr aber ohne Strom. Über 250 Marrekriteplätze für 5000 Boote gibt es in Fryslân. Kostenlose Liegezeit an den schönsten Plätzen maximal 3 Tage.
12. Tag: Durch wunderschöne Naturschutzgebiet "Prinsenhof" nach Eernewoude/Earnewâld. Earnewâld ist ein kleines sehenswertes Örtchen mit Schiffsmuseum (5xJH,PJ/PL,3xT,4xCH) und ist ideal als Ausgangspunkt für Erkundungsfahrten mit dem Schlauchbootdurch die kleineren Wasserwege des Prinsenhofgeländes.
13. Tag: Liegetag in Earnewâld bei herrlichstem Wetter/Krämermarktbummel und als Abschluß zum Konzert "des Gesangstars" von Fryslân mit Ausschnitten seiner TV-Show. Prima.
14. Tag: Über Wartena/Warten(2xJH, 1xT, 2xCH,1xBW) 1xBB(k), 1xBB (1,20 E) Richtung der Hauptstadt der Provinsje nach Leeuwarden/ Ljouwerts 1xBB (k) in den Nieuwe Jachthafen. Dieser ist der größte überdachte Hafen Westeuropas mit über 480 Wassergaragen. Leeuwarden (ca 280.000 E, 3xJH, PJ/PL entlang der "Gartengracht" Richtung Dokkum beiderseits des Kanals auf ca 1.200 m Länge. Diese "Gartengracht" gilt als die schönste Stadtgracht der Niederlande. Außerdem viele Museen und die Geburtsstadt der "Mata Hari).
15. Tag: Liegetag . Viele Radtouren in und um Leeuwarde incl. diverse Stops an "Tankstationen"
16. Tag: Über Wijde Greuns (BB-k), Harinxmakanaal, Prinses-Margrietkanal bis "Alte Schule" bei Jirnsum und über die Boorne nach Akkrum (BB = E 1.10) zum Liegeplatz (Geheimtip) an der Polsloot bei einer Werft. Zum Ort ca 3 Minuten Fußweg. Akkrum hat (5xJH, PL,2xT, 3-4CH) und ist ein kleines uriges Örtchen und lebt hauptsächlich vom Wassersport wie fast alle Orte in Fryslân.
17. Tag: über Polsloot,Het Deel, Akkrumerrak,Terkaplesterpoelen nach Terhorne/Terhern. Terhern (7xJH, PL,4xCH, 2xBW,2xT) BB (k) ist ein reizendes Örtchen mit unzähligen kleinen Grachten (ideal für Schlauchboot). Bekannt auch durch´s Hotel "Schipperhuis"als "Tränke".
18. Tag: Durch die offenstehende Sluis bei Terhern, Sneekermeer bis Johan Frisokanal bzw.Jeltesloot BB-k-nach dem nächsten Highlight - Heeg/Hech (7xJH, PJ/PL, 4xCH,2xT,2xBW). Der kleine Wassersportort Heeg hat über 1.000 Liegeplätze, davon allein im PJ über 300.
19. Tag: Liegetag. Ortsbummel sowie Radtouren rund um den Ort. Empfehlenswert "die Vishal" von der Mama mit herrlichen Matjes, gerokten Paling(geräucherte Aale)und als "Clou" der "weiße "Cafe" (Jenever/Genever)im "undurchsichtigen"Plastikbecher, weil die Mama keinen Schnaps ausschenken darf. Ist also auch so ein Geheimtipp. Übrigens hat die Vishal einen eigenen Anlegesteg. Bei Verzehr ist der Liegeplatz kostenlos.
20. Tag: Richtung Bolsward/Boalsert 7xBB davon 2xje E 1,1o. 3 x gehupt, und schon hob sich die Autobahnbrücke (Amsterdam-Leeuwarden-Groningen) und wir waren im Ort. Boalsert hat ca 8.900E, 1xJH,PL, 1x T und ist eine alte ehemalige Hansestadt die in früheren Jahren an einem Nebenarm der Nordsee (Middelzee) direkten Zugang zum Meer hatte. Sehenswert das Rathaus und viele alte Patrizierhäuser die noch vom Reichtum frühere Epochen zeugen.
21. Tag: Liegetag. Seit 2 Tagen fast nur Regen, dadurch Videokameraausfall für 3 Tage (Feuchtigkeit). Aber, köstliche frisch gerokte Paling das Kilo für E 10,--entschädigten etwas.
22. Tag: Bei dichtem Nebel über Workumertrekvaart (3xBB je E 1,20) 1xBB-Eisenbahn (k) zum Fluessenmeer südlich des Heegermeeres , Morra 2xBB(k) nach Stavoren/Starum/Staveren am Ijsselmeer. Ab da herrlichster Sonnenschein, gut zum Kamera trocknen. Stavoren (7xJH PJ/PL,4xT, 3x CH,1xBW, über 2.500 Liegeplätze keine 10 Minuten vom Ort entfernt. Die Johan Friso SL ist die Verbindung von und zum Ijsselmeer.
23. Tag: Liegetag. Ausflüge mit dem Rad nach Hindeloopen/Hylpen (3xJH,PJ,2xT)und in die nähere Umgebung. Baden im Ijsselmeer, Bummel durch die Vishal und das Örtchen, herrlich. Hurra, die Kamera funktioniert wieder. Bei diesem Wetter gilt der niederländische Spruch: "erom moet u elke dag genieten" - darum mußt Du jeden Tag genießen.
24. Tag: Heute ist Starkwindwarnung für Ijsselmeer und Randmeere angesagt. Durch die Sluis Stavoren drängten sich die Sportboote in Richtung friesische Seenplatte, wir sind mit dabei. Vorbei an Warns (5xJH,4xT,2xCH, 1xBB -k-)sowie Galamadamen (3xJH,2xT,1xCH, 1xBB-k-)war bald das freie Wasser der Seenplatte /Fluessen-und Heegermeer erreicht. In Höhe Heeg bogen wir Richtung Woudsend ab. Der Wind hatte sich etwas gelegt. Im Jachthaven fanden wir einen ruhigen Platz. Woudsend (5xJH,2xPL,3xMarrekrite,4xT,3xCH) ist ebenfalls ein Wassersportzentrum und hat zwei hübsche alte Windmühlen. Gemütliche Kneipe mit Terrasse direkt an der BB im Ort, von wo man bequem den vorbeiziehenden Verkehr beobachten kann.
25. Tag: Durch Woudsend (1xBB-k-), über Slotermeer nach Sloten (1xBB E=1,2o)zum JH. Sloten/Sleat ist die kleinste der 11 friesischen Städte (ca 700 E)mit einer schönen Ortsgracht und einer Windmühle.
26. Tag: über Ee of Boomsvaart, Langesloot (1xBB E = 1,40) Groote Brekken nach Lemmer. Lemmer/De Lemmer (11xJH, 1xPJ,5xPL,5xT,5xCH,3xBW) liegt verkehrsgünstig am Ijsselmeer, hat eine Sluis für die Großschiffahrt (Strecke Nordsee-Ijsselmeer)sowie zwei weitere Schleusen für die Sportboote. Außerdem ist hier ein gewaltiges Gezeitenkraftwerk. Lemmer ist fast eine deutsche Enklave, da hier fast überwiegend Rheinländer ihre Schiffe liegen haben.
27. Tag: Liegetag. Radtouren in und um das kleine Städtchen. Urige Kneipchen, viele köstliche Matjes und gerokte Paling (aber viel teurer als in Heeg oder Bolswart) Da es eine "deutsche Enklave" ist gibt´s natürlich auch Lidl u. Aldi.(Gut zum Nachbunkern)
28. Tag: Wieder war Starkwindwarnung angesagt für Ijsselmeer, sodaß wir uns entschlossen lieber binnen nach Blokzijl zu fahren als über Urk und Ketelmeer. So konnten wir noch einmal die Naturschönheit der Weerribben/Kalenbergergracht genießen. Blokzijl war dann bald erreicht. Kleiner Stau vor der Sluis, aber bei der 3. Schleusung waren wir dabei und fanden auch einen schönen Liegeplatz im Ortshafen. Blokzijl (1xJH,3xPL, 1xT, 1xSL-k-) hat neben vielen "Tränken" ein schönes Terrassencafe direkt an der Sluis, von wo aus man entspannt dem Betrieb zusehen kann.
29. Tag: Weiterfahrt über Vollenhove(1xBB-k-), Zwarte-und Teil Ketelmeer in die Ijssel zur Bergfahrt bis wiederum Veessen.
30. Tag: Ijsselaufwärts an Arnheim vorbei zum Bovenrhein bis ins herrliche Freizeitgebiet "De Bijland"(Rheinkm 865,5)wo wir im großen JH (ca 350 Plätze) einen schönen Liegeplatz bekamen.
31. Tag: Bergfahrt, bei Km 857,68 die Grenze passiert, viel Großschiffahrt und Wellengang aber auffällig weniger Sportboote unterwegs. Heute war Rees(3xJH)unser Ziel. Die 3 JH liegen in einem wunderschönen Privatbaggersee(ca ½ x Goldkanal).
32. Tag: Liegetag. Radtouren nach Rees und Umgebung, am Pegel Rees (4,10m steigend)Vergleich Maxau 6,75m vorbei genossen wir den herrlichen Tag.
33. Tag: Fahrt bis zum MYC Wesel, wo wir hofften Michael zu treffen. Der war aber noch eine Woche länger als geplant auf der Maas unterwegs. Übrigens empfehlenswert ist die Clubkantine.
34. Tag: Pegel des Rheins steigend, Wetter verschlechterte sich zunehmend, sodaß wir froh waren beim YC Crefeld (schreibt sich im Gegensatz zur Stadt Krefeld so) den letzten Gastliegeplatz zu ergattern. In der Nacht schweres Gewitter mit Sturmböen.
35. Tag: Viel Wind, trüb, zeitweise Regenschauer so erreichten wir D`dorf-Neuss, wo wir beim YC Novesia Neuss Platz bekamen, und noch mithelfen durften die Reste vom gestrigen Fest zu vernichten.
36. Tag: Regen, Regen, Wind, deshalb legten wir noch einen Liegetag hier ein.
37. Tag: Wetter etwas besser, dafür aber viel Großschiffahrt. Ziel war heute Stadthafen Köln wo wir tanken konnten, und wo wir ja auch unsere Freunde treffen wollten, die in Köln-Porz wohnen.
38. Tag: Liegetag. Besuch unsrer Freunde, Stadtbummel im Regen.
39. Tag: Liegetag. wie vor. Wetter wachsweich. Unsere Tochter Petra war für 2 Tage zu Besuch gekommen, sodaß wir gemeinsam Köln unsicher machten.
40. Tag: Von Köln/Stadthafen Boot nach Köln-Zündorf-Porz umgelegt. Wetter wurde besser. "Dat Helja" traute sich dahin mitzufahren. Schöner Liegplatz im Yachtclub Zündorf . Gute Clubkantine, ein Offenburger als Wirt, also viele badische Gerichte.
41. Tag: Wetter wieder schlechter, viel Kabbelwasser, viel Großschifffahrt aber kaum noch Sportboote unterwegs.. In Brohl beim YC Brohl (km 621,6)fanden wir Platz.
42. Tag: Wetter wie vor, sodaß wir bis Koblenz-Ehrenbreitstein fuhren, wo uns Hafenmeister Fritz begrüßte.
43. Tag: Wetter wie vor, einige Schauer zeitweise und im Hafen von St. Goar ein heftiges Gewitter, und das grad beim Anlegen. Später kurzer Ortsbummel mit Einkehr.
44. Tag: Vorbei an Loreley (war im Dunst), durchs Binger Loch, Wetter wurde etwas besser, in Budenheim noch nachgetankt und rüber zum MCM Schierstein, wo die Sonne sich mal wieder blicken ließ.
45. Tag: Liegetag, herrliches Wetter, Radtour Rhein entlang nach Eltville und zurück. Tagesausklang im Clubhaus des MCM, wo man vorzüglich speisen konnte.
46. Tag: Wetter wieder schlechter, sodaß wir froh waren, daß wir beim MYC Worms auf Päckchen liegen durften. Wir kamen heute richtig, abends fand ein großes Hafenfest statt, wo wir kräftig mitmischten. Bei unserer Vorstellung über woher und wohin gab´s großes Hallo, da auch ein "Friese" da war (ein Wormser mit Liegeplatz in Jirnsum), also schon mal viel Gesprächsstoff . Als wir unseren Club und Heimathafen erwähnten, war der für viele unbekannt, ja wie ,wo usw. Besonderen Dank hier an die"Wormser"für die herzliche Aufnahme.
47. Tag: Wetter wachsweich, kräftiger Wind in Böen erreichten wir MBC Speyer. Im Clubschiff "Schnokeloch"vorzüglich Hausmannskost genossen.
48. Tag: Wetter wie vor, Rheinpegel steigend, Maxau 6.90m als wir beim Club Nautico in Leimersheim anlegten.
49. Tag: Wetter besser, Rheinpegel fallend, Maxau 5.96m, sodaß wir wohlbehalten in den Goldkanal einfahren konnten. Wir waren wieder "daheim".
Fazit: Wunderschöne Reise, abwechslungsreich trotzdem sehr erholsam, vor allem in Fryslân , an Harmonie und Ruhe nicht zu übertreffen. Wir planen, im kommenden Jahr wieder Fryslân zu besuchen, allerdings wollen wir eine andere Rückroute nehmen, - so Gott will.
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Daten: |
Gesamtkilometer: 1.7o7,8, Betriebsstunden : 157,8, Diesel: 1.548,73 ltr. Kartenmaterial: Rheinhandbuch, niederländische Wasserkarten: Grote Revieren oost, Gelderse Ijssel, Noordwest Overijssel und Friese Meren, sowie den Wateralmanak II (ein Führer für alle Brücken-und Schleusenbedienungszeiten incl. Verzeichnis von über 1.000 Jachthavens der NL. Auch Gastflaggen für die jeweiligen Provinzen neben der niederländischen wurden wohlwollend registriert. Boot: Gruno 35"
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Crew: |
Karin und Dieter
Westermann
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Westermann