Wolfgang Huber uns Siegfried Schaaf nahmen bei Vorort-Termin Stellung / Vereine als Ansprechpartner / Goldkanal: Rasche Neuordnung im Blick

Bei einem Vorort-Termin mit Betroffenen zum Dauerbrenner " Neuordnung des Freizeitreviers Goldkanal" auf dem Gelände des Ruder-Clubs Rastatt sprachen Steinmauerns Bürgermeister Siegfried Schaaf und der Kreisvorsitzende des Naturschutzbunds (NABU), Wolfgang Huber, deutliche Worte. Trotz "Freizeitdrucks" sollen möglichst rasch die Verhältnisse am Goldkanal in geordnete Bahnen gelenkt werden. 

Siegfried Schaaf plädierte bei dieser SWR4-Veranstaltung für eine Neuordnung des Goldkanals, "eines der größten Binnengewässern Badens" in der Dimension von etwa 340 Fußballplätzen. Im Sinne einer besseren Wasserqualität müsse das "Problem Wildcamper" gelöst werden. Trotz des Drucks von Feizeitsuchenden, vor allem an den Wochenenden, muss nach Aussage des Steinmauerner Bürgermeisters im Bereich des Campens und Badens etwas Entscheidendes geschehen. 

Nach Schaaf müssen -- und dazu gebe es bereits einen intensiven Kontakt mit dem Ruder-Club-Rastatt -- alle Campinganlagen am Goldkanal an Kläranlagen angeschlossen werden. Die Lage im Überschwemmungsbereich gebiete diese Forderungen nach Sanitäreinrichtungen. Zum Vorort-Termin erschienene Camper der Anlagen Münchhausen und Lutz betonten gegenüber Bürgermeister Schaaf, dass sie im Gegensatz zu den "Wilden" ihr Gelände in Ordnung halten und organisiert ihren Umweltbeitrag schon lange leisten. 

Für Wolfgang Huber vom NABU müssen die "skandalösen Verhältnisse", durch einige Wildcamper hervorgerufen, bereinigt werden. So sei Holz fürs Lagerfeuer von geschützten Silberweiden besorgt oder Ölkanister abgelagert, Autos gewaschen oder die Notdurft x-beliebig verrichtet worden. Dazu berichtete Steginhaber Heinz Fütterer aus Elchesheim-Illingen, wie er vor kurzem drei junge Leute auf seinem Gelände erwischt habe, die Reifen mit Benzin übergießen wollten, um sie "abzufackeln". Überhaupt, so kritisierte Füttere, nehme die Polizei wenig Einfluss auf das Geschehen am Goldkanal. 

Wie auch Bürgermeister Siegfried Schaaf betonte Wolfgang Huber noch, dass die organisierten Vereine am Goldkanal wichtige Ansprechpartner sind. "Der Goldkanal soll eine Vorrangzone für die Feizeit sein, aber die Schonung und der Schutz der Natur muss gewährleistet sein", betonte Wolfgang Huber. Dazu .müsse man sich mit den Freizeitsportlern an einen Tisch setzen.

BT 15.08.2000

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