Auszüge aus DSV-Intern II/2001
auch abzurufen über www.dsv.org
Wettfahrtregeln 2001 - 2004 jetzt erhältlich:
Die neuen Wettfahrtregeln Segeln (ISBN 388412-331-9) können beim DSV-Verlag oder über den Buchhandel bestellt werden. Das 226 Seiten starke Buch enthält die deutsche und englische Ausgabe der Wettfahrtregeln 2001-2004 sowie die Zusatzbestimmungen des DSV, des Österreichischen Segel-Verbandes und des Schweizerischen Segelverbandes. Verkaufspreis DM 19,50 plus Versandkosten. Bestelladresse: DSV-Verlag, Gründgensstr. 18, 22309 Hamburg, Tel. 040 / 63 20 09 18, Fax 040 / 63 20 09 25, Online-Bestellungen: www.dsv-verlag.com
Admiral's Cup 2001 fällt aus:
Der Admiral's Cup fällt 2001 mangels Beteiligung aus. Nur Frankreich und England hatten bis zum Meldeschluss am 2. April den Veranstaltern vom Royal Ocean Racing Club (RORC) ihre Teams gemeldet. Der RORC hatte aber mindestens vier Nationenteams plus ein gemischtes Team als Minimum gesetzt, um die vom 16. bis zum 28. Juli vor der südenglischen Isle of Wight geplante Wettfahrtserie attraktiv zu halten. Alle anderen großen Segelnationen sagten ihre Teilnahme ab. Der AC 2001 sollte in Nationenteams je drei Yachten der Klassen Farr 40, Sydney 40 und IC 45 ausgetragen werden. Besonders für die Letztere hatten sich kaum interessierte Eigner gefunden. Dazu Hans-Otto Schümann, DSV-Ehrenpräsident und dreimaliger AC-Gewinner: "Der Admiral's Cup 2001 ist an der IC 45 gescheitert. Wir vom Offshore Racing Council hatten uns dafür ausgesprochen, beim Admiral's Cup 2001 in der großen Klasse auf 50-Fuß-Yachten nach IMS zu segeln. Bei den 50-Füßern hätte es genügend Interessenten gegeben."
14. Jugendseglertreffen in Hamburg:
Rund 350 Delegierte aus DSV-Mitgliedsvereinen haben beim 14. Jugendseglertreffen am 3./4. März in Hamburg entschieden: "Optimist" und "Teeny" bleiben in den nächsten vier Jahren Jüngstenmeisterschaftsklassen. Bei den Weltmeisterschaftsklassen behaupteten sich die Klassen "Europe", "Laser-Radial", "Pirat" und "420er". Im Segelsurfbereich wurde das "Mistral One Design" als Ausbildungsbrett für die Jugend wieder gewählt. Die Delegierten sprachen zudem eine offizielle Empfehlung aus, neben den Kategorien Einhand- und Zweihandklasse als zusätzliche Kategorie eine Katamaranklasse einzufahren. Die Entscheidung darüber liegt satzungsgemäß bei DSV-Präsidium und Seglerrat. Wenn diese Gremien dem Vorschlag des Jugendseglertreffens zustimmen, soll der "Hobie 16" Jugendmeisterschaftsklasse werden.
Segeln kein Kampfsport:
Das Oberlandesgericht Hamburg hat das Urteil des Landgerichts Hamburg aufgehoben, nach dem Regattasegeln so gefährlich wie Kampfsport eingestuft worden war. Mit Urteil vom 5. Mai 2000 war vom Landgericht Hamburg einem Schiffsführer, der bei einer Seeregatta eine Kollision schuldhaft verursacht hatte, eine Haftungsfreistellung von 30 Prozent zugesprochen worden. Der schuldlose Kollisionsgegner sollte diesen Teil seines Schadens selbst tragen, weil er an einer "gefährlichen" Sportart teilgenommen habe. Das Oberlandesgericht Hamburg hob jetzt auf die Berufung des Kollisionsgegners hin das Landgerichtsurteil auf und entschied in letzter Instanz, Segeln nicht den Kampf- und Kontaktsportarten gleichzustellen. Der für diese Sportarten anerkannte Eigenhaftungsanteil findet im Segelsport keine Anwendung. Es bleibt somit dabei: Ein Schaden ist von den Beteiligten nach ihrem Schuldanteil zu regulieren.