Gemeinsamer Saisonauftakt am Comer See

Karfreitag, Pianello Lario am Comer See in Italien: Reges treiben herrscht auf dem voll mit Segler-Zelten und Wohnmobilen belegten und direkt am Wasser gelegenen Campingplatz "Laguna Beach". Über 60 junge Segler der Bootsklassen Opti, Laser, Europe, 420er und Vaurien sind - begleitet von Eltern und Familien - zum diesjährigen Ostertraining vom 10. bis 15 April 2004 angereist.

Wie seit vielen Jahren veranstaltete die Segeljugend Schluchsee in Zusammenarbeit mit dem Yachtclub Dettingen, dem Stuttgarter Segelclub und dem Ruderclub Rastatt auch in diesem Jahr ein Jugendtraining für alle, die sich zum Saisonauftakt sich auf ihre ersten Regatten vorbereiten oder an einem Wettkampftraining unter härteren Bedingungen teilnehmen wollten.

Zur Begrüßung konnte Hauptorganisator Rudolf Eisl von der Segeljugend Schluschsee auf eine beachtliche Teilnehmerzahl verweisen. "Unser familiär angelegtes Training ist längst über die Vereinsgrenzen hinaus bekannt und zieht Segler aus ganz Baden-Württemberg an," so Rudolf Eisl über den diesjährigen Melderekord. "Es liegt sicher auch an unserer Zielsetzung, dass Kinder vor allem Spaß am Regattasegeln haben sollen und wollen. Dazu gehört neben einem ansprechenden Training auch das harmonische Umfeld und das Gruppengefühl, das wir stärken wollen."

Am Auftakt-Trainingstag wurden nach einer kurzen Frühsport-Einheit bei feucht-kühlem Wetter die Seglergruppen mit möglichst homogenen Leistungsstand und zirka 10 Booten bei einem Probetraining zusammengestellt. Ab dem Nachmittag leiteten Clemens Gillard und Andreas Deckers die beiden Laser-Europe-Gruppen, Andreas Franke übernahm die Zweimannboote, und die Opti-Segler wurden in drei Gruppen von Christian Klaus, Hartmut Görig und Peter Demarez betreut. In den Folgetagen trainierten die einzelnen Gruppen unter der Regie ihrer Trainer Fahrtechnik, Manövertechnik und regattaspezifische Inhalte verpackt in zwei Trainingseinheiten à 2-3 Stunden am Vor- und Nachmittag.

Reviertypisch herrschten bei überwiegend schönem Wetter morgens schwache bis mäßige Winde, am Nachmittag gab es dann mit bis zu 6 Windstärken und beachtlicher Welle härtere Bedingungen. "Manöver, Starts und Taktik werden bei den Optis morgens trainiert. In der Nachmittagseinheit sollen unsere Schützlinge ihr Boot unter den anspruchsvolleren Bedingungen kennen lernen, hier legen wir Schwerpunkte auf die Fahrtechnik und den Spaßfaktor bei viel Wind", so Peter Demarez. Natürlich gehörte auch das Zusammensitzen innerhalb der Gruppe bei der Nachbesprechung mit kleinem Taktik-Block zum festen Tagesablauf. "Ein gemeinsamer Beginn mit dem Frühsport und ein gemeinsamer Abschluss ist für das Klima in der Gruppe wichtig. Wir wollen ja auch die Teamfähigkeit unserer Sportler fördern," erläuterte Christian Klaus.

Krönender Abschluss war für viele die Regatta am letzen Tag. Nicht nur gute Windverhältnisse motivierten alle, die Wettfahrt mit vollem Ehrgeiz zu segeln. Bei der Siegerehrung gab es für alle Teilnehmer ein Erinnerungs-T-Shirt und einen "Eispokal" für die Besten jeder Bootsklasse. Am Abend fand in einem Restaurant im Nachbarort ein gemeinsames Abendessen der Segler, Eltern und Trainer statt. Über 80 belegte Plätze im Lokal sprechen für sich! Wie im Fluge verging die Zeit, und so verließen viele schon mit Vorfreude auf das nächste Jahr den Comer See. Denn für fast alle ist schon jetzt eines sicher: Wir sind 2005 wieder dabei!

Egal ob Wettfahrtcrack oder Regattaeinsteiger: Am Comer See kam jeder auf seine Kosten